Weihnachten – die Zeit des Schenkens

xmasEigentlich bin ich dagegen. Ich bin gegen alles, was einem aufgezwungen wird. Warum am Valentinstag Blumen schenken, wenn die Preise erst noch höher sind als normal und alle anderen verzweifelten Ehemänner dasselbe tun? Wo ist da die Überraschung, die Spannung, die ganz eigene Idee? Nirgends. Klar, für viele Beziehungen sind solche „Feiertage“ die Rettung. Ach wie schön, dass er/sie daran gedacht hat. Als ob irgendjemand bei wochenlanger, penetranter Erinnerung überhaupt irgendetwas vergessen könnte. Man kann gar nicht anders, als daran denken. Es geht gar nicht.

An Weihnachten und vor allem kurz davor das gleiche Spiel. Da hätte man endlich mal ein paar freie Tage und Zeit für die schönen Dinge im Leben. Freunde treffen, Kaffee trinken, Ausflüge machen, ausschlafen. Solche Dinge eben. Aber nein, diese eigentlich friedliche und erholsame Zeit wird von künstlich herbeigerufenem Stress überschattet. Alle hetzen von Geschäft zu Geschäft und kaufen aus purer Verzweiflung Dinge, die niemand braucht und sich erst Recht nicht darüber freut. Was will frau heutzutage mit Schokolade? Wir lieben sie zwar, essen sie aber trotzdem nicht. Sie macht nämlich dick. Jawohl. Auch Kirschstängeli mag nicht jeder – trotz Alkohol.
Noch schlimmer als die Schokolade ist der Schal, den er schick verpackt von der Schwägerin der Schwester der Cousine bekommt und diesen dann mit aufgesetztem Lächeln umlegt – obwohl er noch nie, nicht mal als Kleinkind, einen Schal getragen geschweige denn gemocht hat. Von den gestrickten Socken will ich gar nicht erst anfangen…

Die wirklich tollen Geschenke sind jene, die völlig unerwartet mitten im Jahr an einem stinknormalen Tag mit einer innigen Umarmung und einem „Schön, dass es dich gibt“ überreicht werden. Viel schöner als gekaufte Geschenke, sind natürlich selbstgemachte Mitbringsel. Da weiss man, dass sich die Person wirklich Gedanken gemacht und sich Zeit genommen hat.

Das sind die wahren Geschenke. An solche Gesten und Präsente kann man sich auch Ewigkeiten später noch erinnern.

Oder wisst ihr etwa noch, was euch Grosstante Frieda vor vier Jahren zu Weihnachten geschenkt hat?