Sterbende Träume

Wir wachsen durch Träume. Alle großen Menschen waren Träumer.

Manche von uns lassen ihre Träume sterben. Einfach so. Oder vielleicht weil der Weg zur Erfüllung eines Traums hart und steinig sein kann? Er droht, das dünne Nervenkleid zu zerfetzen.

Heute geht es mir ähnlich. Mein Traum liegt im Sterben, das Kleid zerrissen. Er keucht nur noch. Kann nicht mehr sprechen, nicht mehr richtig atmen. Er verstummt immer mehr, bis er bald nicht mehr vorhanden sein wird. Und dann?

Dann kommt das Morgen – ein neuer Tag. Der Traum bäumt sich wieder auf. Er nimmt einen tiefen Atemzug und lebt weiter. Kämpft weiter für sein Überleben.

Ich warte also auf das Morgen, während ich versuche, meinen Traum nicht sterben zu lassen. Schützen und stützen. Hegen und pflegen. Harren und hoffen.