Freitag, der 13. – Dem Mythos auf der Spur

freitag13Es ist mal wieder soweit. Heute ist Freitag, der 13. Ist die gefürchtete Kombination von schwarzem Freitag und der unglücksbringenden Zahl 13 wirklich ein schlechtes Omen?
Ich persönlich finde die 13 jetzt auch nicht megasupersexy. Dies hat jedoch weniger mit Aberglauben zu tun, sondern vielmehr mit ungeraden Zahlen. Ungerade Zahlen finde ich optisch nicht schön. Auf seltsame Weise bringen ungerade Zahlen für mich alles irgendwie ‚in Unordnung‘. Sie erscheinen nicht rund und harmonisch, sondern chaotisch, eigenwillig und erschwerend. Warum, weiss keiner – auch ich nicht. (Ich tippe auf einen klitzekleinen Knacks in meinem Gehirn, aber auch das wird nur so gemunkelt.)

Warum die 13 im Volksmund als Unglückszahl gilt, wusste ich bisher nicht ganz genau. Irgendwann, als ich noch mit rot gepunkteten Gummistiefeln und Chindsgitäschli in Pfützen hüpfte, war mir das mal zu Ohren gekommen. Seitdem war das einfach so. Punkt. Ohne Beweise und ohne negative Erfahrungen meinerseits. Jetzt, etwas älter und vielleicht auch weis(s)er, weiss ich endlich, warum die Zahl 13 als schlechtes Omen gilt. Auf Wiki ist wie immer Verlass:

Die 13 überschreitet das geschlossene Zwölfersystem und ist als Primzahl nur durch eins und sich selbst ohne Rest teilbar. Wie schrecklich und egoistisch! Das verleiht ihr schon eine besondere Bedeutung. Naja, es geht. Besondere Bedeutungen haben vielleicht Hochzeiten, Geburten und andere einschneidende Lebensereignisse. Aber Mathematik? Neeee.

In der Bibel hat die 12 eine harmonische Wirkung, beim letzten Abendmahl hingegen waren 13 Personen anwesend. Das hingegen ist echt übel. Wer lädt schon gerne Leute ein und merkt dann, dass vom Gekochten nicht alle satt werden? Niemand. Deshalb 1:0 für die Unglückszahl. Nein, halt! Eigentlich stimmt das gar nicht. Wenn 5 eingeladen sind und 6 erscheinen, ist auch da eine/r zu viel. Ob ungerade oder Unglückszahl, spielt auch da überhaupt keine Rolle. Zu viel ist zu viel.

Auswertungen von Unfalldaten haben ergeben, dass sich an einem Freitag dem 13. nicht mehr Verkehrsunfälle mit schwerem Sachschaden ereignen als an einem Freitag dem 6. oder 20. Da haben wir’s! Wir können also alle ganz beruhigt weiteratmen und den Hyperventilationsmodus wieder ausschalten.

Ich wünsche euch einen wunderbaren, hundskommunen, stinknormalen und völlig unspektakulären Freitag. TGIF!