Das Beste ist gut genug

stress1Stress. Ein Wort, das jeder kennt und braucht. Ein ständiger Begleiter. Ein treuer Freund, der immer für uns da ist. Ein Leben ohne ihn können wir uns kaum mehr vorstellen. Lässt er uns doch mal für ein paar Minuten, Stunden oder gar Tage allein, fühlen wir uns seltsam. Einsam und verlassen. Er fehlt uns. Wir brauchen ihn. Stress ist alles, was uns ausmacht. Er ist populär. Stress ist ein must have. Wer Stress hat, ist wichtig. Wir brauchen ihn, um uns bedeutend zu fühlen. Man könnte fast meinen wir sind stolz darauf, gestresst zu sein…

Alles Mist! Wir sind vielleicht ab und zu gereizt, genervt oder überfordert. Aber den Stress, den machen wir uns selber. Oder wir lassen es zu, dass andere uns stressen. Wer ein Dach über dem Kopf und Nahrungsmittel im Kühlschrank haben will, muss arbeiten. Wer Wert auf Sauberkeit und Hygiene legt, muss waschen und putzen. Und wer Wert auf sein Äusseres legt, muss ab und zu Sport machen. So ist das Leben in das wir geboren wurden. Alles andere haben wir uns selber zu verdanken. Wir müssen nicht immer besser sein als andere oder als wir selbst. Es reicht, wenn wir gut sind und gut bleiben. Wir müssen nicht immer und überall an erster Stelle stehen. Es reicht, wenn wir dabei sind und unser Bestes geben.

Warum lassen wir uns ständig unter Druck setzen? Druck bedeutet Stress. Wir brauchen keinen Druck, wenn wir täglich einfach nur unser Bestes geben. Ich meine das Beste, das uns in die Wiege gelegt wurde. Das Beste, das keine überdurchschnittliche Leistungen und keine aussergewöhnlichen Heldentaten fordert. Kein gezwungenes über sich hinaus Wachsen. Kein gequältes Eifern nach Dingen, die wir eigentlich gar nicht brauchen und wollen.

Ich persönlich versuche jeden Tag mein Bestes zu geben. Egal wo, egal wann. Reicht das für eine Aufgabe nicht, bin ich ganz einfach ungeeignet bzw. die falsche Person dafür. Niemand kann alles. Jeder hat seine Stärken und die gilt es zu finden und zu nutzen. Wenn wir es schaffen, das Leben aus diesem Blickwinkel zu betrachten, können wir aufatmen. Wir nehmen uns den Wind aus den eigenen Segeln. Wir schlendern entspannt durch das Leben – mit ruhigem Gewissen und der befreienden Erkenntnis, dass wir nicht mehr als unser Bestes geben können. Mehr braucht es nicht im Leben. Das Beste ist gut genug.

In diesem Sinne: Stop stressing, start living.