Angriff der Kannibalen

statusEndlich einen Abend ganz für mich allein. Ich bügle, koche, räume auf und – oh Wunder – „tümple“ den Rest des Abends vor dem TV herum. Um 22.30 beschliesse ich schlafen zu gehen. Ich freue mich. Endlich mal eine christliche Zubettgehzeit.

Währen des Zähneputzens greifen mich ein paar Gedanken wie Kannibalen an und fressen sich quer durch mein Hirn. Ich ahne Böses. So schnell gebe ich mich jedoch nicht geschlagen und lege mich schlafen. Da liege ich also, die sich unaufhaltsam fortbewegende Uhrzeit mit Sorgenfalten auf der Stirn immer im Auge, und versuche einzuschlafen. Nach gut vierzig Minuten gebe ich auf (Notiz an mich: Durchhaltevermögen trainieren). Ich suche und finde den Baby-Laptop. Start-Knopf. Baby-Laptop macht Zicken weil sauer weil schon friedlich dahingedöst. Nach ein paar Minuten gewinne ich den kleinen Machtkampf und revanchiere mich mit heftigem Tippen. Immer schneller, immer fester. Rache ist süss.

Der nächste Blick auf die Uhr lässt erahnen, warum auch eine gute Augencrème meine dunklen Augenringe, so breit wie Autoreifen, nicht verhindern kann. 03.33 Uhr – eine gute Zeit um das Autorendasein zu beenden und sich für knapp zweieinhalb Stunden aufs Ohr zu hauen. Morgen, also eigentlich schon heute, wartet das reale Leben auf mich. Gute Nacht!